Foto: wdv/A.Peisl

Beruf & Zukunft

Networking

Ein gut funktionierendes Netzwerk von Kontakten und Beziehungen entscheidet über den Erfolg im Berufsleben. Fachliche Qualifikationen und persönlicher Einsatz sind zwar wichtig, aber oftmals nicht ausschlaggebend. Wer die ungeschriebenen Regeln des Arbeitslebens von Anfang an kennt, kommt weiter.

Vitamin N – Brauche ich das?

Ein gut funktionierendes Netzwerk von Kontakten und Beziehungen entscheidet über den Erfolg im Berufsleben. Fachliche Qualifikationen und persönlicher Einsatz sind zwar wichtig, aber oftmals nicht ausschlaggebend. Wer die ungeschriebenen Regeln des Arbeitslebens von Anfang an kennt, kommt weiter.

Beförderung: Leistung nur zu 10 Porzent relevant

Eine Studie des IT-Unternehmens IBM zeigt: Die berufliche Leistung spielt bei Beförderungen nur zu 10 Prozent eine Rolle, wichtiger waren das Image (38 Prozent) und vor allem der Bekanntheitsgrad beim Chef (60 Prozent). Wie nützlich es ist, gute Kontakte zu pflegen, bestätigt auch das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Danach wird nur jede dritte Stelle offiziell ausgeschrieben. Die meisten werden direkt über die Empfehlung von anderen Mitarbeitern besetzt. Auch Unternehmen versprechen sich eine bessere Auftragslage durch professionelles Networking. Online-Netzwerke und Visitenkartenpartys erleben seit Jahren einen Boom.

Networking-Opfer und Beziehungs-Muffel

Chef redet mit AngestelltemAber nicht jeder möchte sich unvoreingenommen in die von Kommerz und Karriere geprägte Kontakte-Industrie einklinken. Manchem erscheint das professionelle Netzwerken zu manipulativ; Kontakte geplant zu nutzen ist nicht jedermanns Ding. Andere haben vielleicht erlebt, wie Unbekannte plötzlich extrem freundlich auftraten. Nur um irgendwann festzustellen, dass dahinter das Interesse an einer Gegenleistung stand. Egal, ob Networking-Opfer oder einfach nur Beziehungs-Muffel: Mit einer allzu defensiven Einstellung kommt man nicht weit. Es lohnt sich, gerade bei diesem Thema objektiv Vor- und Nachteile abzuwägen. Im Folgenden finden Sie einige Informationen, wie Sie Networking betreiben können, ohne sich dafür zu verbiegen. Denn eigentlich ist es gar nichts Neues, sondern etwas Natürliches.

Netze sind nützlich

Gleich ob Internet, Mobilfunknetz oder Informantennetz: Netzwerke gehören für uns Menschen zum Leben wie die Luft zum Atmen. Im Berufsleben erleichtern sie viele Dinge. Auch wenn es sicher Menschen gibt, die ihre Netzwerke für sehr egoistische Zwecke einspannen, spricht das nicht grundsätzlich dagegen, sich an solchen zu beteiligen. Der gesunde Menschenverstand weist normalerweise rechtzeitig auf Missbrauchsgefahr hin. Meistens bieten Netzwerke Vorteile für alle Seiten: Dasselbe Network, das uns weiterbringt, dient auch den anderen.

Motivation prägt

In der modernen Networking-Literatur fällt auf, wie intensiv sich die Autoren mit der Motivation zum Networking beschäftigen. Da gibt es die Aufforderung, von Anfang an unbedingt authentisch („echt“) zu bleiben. Der Vorteil des anderen soll immer im Blick sein („Win-Win-Situationen“ schaffen). Oder gar der fast schon biblische Ansatz, der Vorteil des anderen hat Vorrang („Geben ist seliger als nehmen“). Aber: Jedes Netzwerk atmet seinen eigenen Geist. Die entscheidenden Fragen sind deshalb die folgenden:

  • Was für ein Networking-Typ bin ich?
  • Welche Art von Networking passt zu mir?
  • Welche ungeschriebenen Gesetze und Regeln gibt es in diesem Netzwerk?
  • Finde ich in meinem unmittelbaren beruflichen Umfeld nur ein bestimmtes, nicht mehr veränderbares Networking-System vor?

 

 

Seite 1/6
AOK Niedersachsen
aok_regions Bundesweit AOK Baden-Württemberg AOK Bayern AOK Nordost AOK Bremen / Bremerhaven AOK Bremen / Bremerhaven AOK Hessen AOK Niedersachsen AOK Rheinland / Hamburg AOK Rheinland / Hamburg AOK Rheinland-Pfalz AOK PLUS (Sachsen/Thüringen) AOK PLUS (Sachsen/Thüringen) AOK Sachsen-Anhalt AOK NordWest AOK NordWest AOK NordWest