Spezial: Musik
Einsteigerkurs Gebärdensprache
Wir danken für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Karten aus dem DGS Kartenspiel „Wir können alles, nur nicht hören” den Gestaltern Nadja Riedel und Kurt Steinbebrunner sowie Helen Wollstein-Gouba. © Netzwerk der Gehörlosen Stadtverbände, S1 Büro für Gestaltung, [d] Ligo design + development | Beratung: Kerstin Mackevicius – staatl. anerkannte Gebärdensprachdozentin
Stichwort: Gebärdensprache
In Deutschland leben etwa 80.000 gehörlose Menschen. Sie können selbst mit Hilfe von Hörgeräten Lautsprache oder Geräusche überhaupt nicht oder nur mit einer sehr geringen Resthörigkeit wahrnehmen. In der Gebärdensprache nutzen sie Gestik und Mimik, um sich zu unterhalten. Weil Grammatik und Satzbau der Gebärdensprache anders sind als in der Laut- und Schriftsprache, tun sich manche Gehörlose mit der deutschen Grammatik schwer. Dadurch werden sie fälschlicherweise manchmal als sprachlich unbegabt eingeschätzt. Dabei ist die Gebärdensprache eine anerkannte Sprache. Es gibt unterschiedliche Sprachen in unterschiedlichen Ländern und innerhalb Deutschlands sogar verschiedene Dialekte. Das Leben konfrontiert Gehörlose mit vielen Einschränkungen, zum Beispiel beim Fernsehen ohne Untertitel, bei Behördengängen ohne Gebärdendolmetscher, bei der Berufswahl und beim Kennenlernen neuer Leute, die keine Gebärden verstehen. Gehörlosenverbände setzen sich dafür ein, die Barrieren zwischen hörenden und nicht hörenden Menschen einzureißen.
Mehr Infos: www.wir-sind-nicht-dumm.de











