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Einwilligungserklärung für die Nutzung der Social Media Plugins

Einwilligungserklärung

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Beruf & Zukunft

Pendler im Stress

In Deutschland legen immer mehr Menschen weite Wege zu ihrem Arbeitsplatz zurück. Welche Auswirkungen hat das auf die Gesundheit? AOK-on hat einen Experten befragt.

Interview: Pendeln hat Folgen

Dr. Steffen Häfner, Chefarzt der Deutschen Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren in Bad Elster, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Berufspendlern.

Ab wann würden Sie jemanden als Pendler bezeichnen?

Ich bezeichne jemanden als Pendler, der täglich mehr als 45 Minuten für eine Strecke benötigt, also mehr als 1,5 Stunden pro Tag unterwegs ist. Dies hat sich auch in wissenschaftlichen Studien als sinnvolle Definition bewährt.

Warum nehmen zunehmend mehr Menschen einen längeren Weg zur Arbeit in Kauf?

Berufsbedingt spielen Versetzungen bzw. Standortverlagerungen der Betriebe eine große Rolle. Auf dem Arbeitsmarkt sind Flexibilität und Mobilität gefragt. Dies kollidiert mit den privaten Verpflichtungen und Wünschen der Arbeitnehmer. Hier spielen der Arbeitsplatz des Partners, der Schulort der Kinder, Wohneigentum, Vereinsaktivitäten und Pflege bzw. Betreuung von Angehörigen eine wichtige Rolle. So driften Arbeitsort und Wohnort immer weiter auseinander, weil bevorzugte und preiswerte Wohngegenden sich nicht unbedingt in der Nähe von attraktiven Arbeitsplätzen befinden. Die Folge sind weite Anfahrten zur Arbeit.

Was sind die häufigsten bzw. auffälligsten Phänomene, die Sie bei Pendlern beobachtet haben?

Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Völlegefühl, Erschöpftheit, Mattigkeit und Schwindelgefühl sind die häufigsten Beschwerdekomplexe. Vor allem im Winterhalbjahr müssen die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel mit mehr Infektionen rechnen. Hinzu kommt Schlafmangel, da Pendler meist früher aufstehen müssen. In der Folge kommt es zu Tagesmüdigkeit und Konzentrationsmangel.

Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?

Frauen pendeln zwar in der Regel kürzere Strecken, versorgen aber oft noch Kinder und erledigen den Einkauf. Sie sind dadurch zusätzlich belastet. Frauen klagen häufiger über funktionelle Unterbauchbeschwerden, geben Zeitmangel und geringere Arbeitszufriedenheit sowie vermehrt familiäre Konflikte an.

Sind die negativen Folgen den Pendlern bewusst?

Leider unterschätzen viele den Zeitaufwand. Er führt dazu, dass man nur noch wenig oder keine Zeit hat, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Alle Freizeitaktivitäten müssen aufs Wochenende verlagert werden, das dann hoffnungslos überfrachtet wird.

Sind Sie skeptisch, wenn Menschen Ihnen etwas von positiven Effekten des Pendelns erzählen?

Ja, oft dient es dem Schutz davor, unangenehme Einsichten oder Entscheidungen zu treffen. Pendeln ist meist zunächst nur für kürzere Zeit - als Übergangslösung - geplant, in der Hoffnung, eine nähere Stelle zu finden. Dann wird es doch zur Gewohnheit und jahrelang beibehalten, sodass sich negative gesundheitliche Folgen einstellen können.

Wie können Pendler aus ihrem Schicksal das Beste machen?

Ich rate, sich zeitig auf den Weg zu machen, damit kein Stress durch Zeitdruck entsteht. Die kürzeste Verbindung ist nicht unbedingt die beste, weil häufiges Umsteigen auch Stress erzeugt: zum einen entsteht Angst, weil man den Anschluss verpassen könnte; zum anderen muss man sich wieder einen Sitzplatz erobern. Hilfreich sind natürlich flexible Arbeitszeiten: So muss man keine Angst haben zu spät zu kommen und kann die Rushhour im Verkehr vermeiden.

Haben Sie schon mal jemandem dazu geraten näher an den Arbeitsplatz zu ziehen bzw. den Job zu wechseln?

Nein, so weit würde ich nicht gehen. In der Psychotherapie geben wir eher Anregungen, über Lebensarrangements und -entwürfe nachzudenken, um dann selbst zu Entscheidungen zu gelangen und gegebenenfalls Änderungen umzusetzen. Ich würde deshalb niemandem direktiv zum Pendeln zu- oder abraten. Vielmehr möchte ich verstehen, wie es dazu kommt und welche Funktion und Bedeutung das Pendeln im Leben hat.

Haben Sie konkrete Tipps oder Anregungen, wie man die Zeit in Bus, Bahn oder Auto sinnvoll nutzen kann?

In der Tat wird die Fahrzeit als angenehmer erlebt, wenn man ihr einem Sinn geben kann. Wer öffentliche Verkehrsmittel benutzt, kann lesen oder womöglich noch arbeiten, um dann zuhause gleich die Freizeit genießen zu können. Frauen nennen die positive Wirkung von Handarbeiten. Für Autofahrer können CDs oder Hörbücher die Fahrt angenehmer gestalten. Gespräche mit Mitfahrern in Fahrgemeinschaften können die Zeit verkürzen, allerdings ist die Belastung für den Fahrer bei Fahrgemeinschaften höher als bei Einzelfahrern. In Fahrgemeinschaften sollte deshalb darauf geachtet werden, dass jeder einmal mit Fahren dran ist.

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