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Schule & Zukunft

Bye-bye Deutschland!

Du stehst kurz vor dem Abschluss und willst nach 10, 11 oder mehr langweiligen Schuljahren endlich was Neues erleben? Dann ab ins Ausland! Corolin, Lisa, Tim und Rosalie haben's gemacht und berichten darüber ...

Carolin (21) Work & Travel in Australien

Wann hast du dich dafür entschieden, ins Ausland zu gehen?
Das war in der 12. Klasse. Ich wusste, dass ich nach dem Abitur studieren würde. Aber ich hatte keine Lust, mich direkt nach meinem Abi in die nächste Lehranstalt zu zwingen. Erstmal wollte ich etwas völlig anderes erleben und das machen, was ich wirklich wollte. Da Reisen meine große Leidenschaft ist, ich gerne meine Organisationskünste ausprobieren und mein Englisch verbessern wollte, war schnell klar, dass ich ins Ausland gehe.

Warum hast du dich für ein Work & Travel Programm in Australien entschieden?
Ich wollte unbedingt viel vom Land sehen, in das ich reise, und nicht an einen Ort gebunden sein. Von einer Freundin habe ich dann vom Work-and-Holiday-Visum in Australien erfahren, mit dem man ein Jahr lang durch das Land reisen und jobben kann. Warum augerechnet Australien? Sommer, Sonne und eine wunderschöne Natur: Beste Voraussetzungen also für einen Aufenthalt!

Und wie hast du dich auf die Reise vorbereitet?
Das Flugticket und die nötigen Notgroschen für die Reise musste ich mir mit einem Nebenjob zusammensparen. Außerdem besuchte ich einen Vorbereitungsworkshop für Work & Travel- Reisende in Berlin und verbrachte Stunden damit, Reiseforen und Erfahrungsberichte im Internet zu lesen.

Welche Jobs hast du während deines Aufenthalts in Australien bekommen?
Meinen ersten Job fand ich im südaustralischen Adeline. Ich war Housesitterin und habe mehrere Wochen das Haus und die Tiere einer Familie gepflegt. Dafür durfte ich dann in einem coolen Haus mit Pool wohnen. Anschließend verkaufte ich „Showbags” an die Besucher einer Messe. Als die Messe vorbei war, zog ich mit einer Freundin weiter nach Perth. Doch die Jobsuche gestaltete sich dort ganz schön schwierig. Erst nach einer Woche fanden wir im Supermarkt unseren nächsten Einsatz. Wir verkauften zweieinhalb Monate in einer Salat-Bar Gemüse und mussten dafür morgens um sechs Uhr aufstehen. Das war schon hart. Zuletzt arbeitete ich in einem Backpacker-Hotel und putze dort  „for free accomadation” (kostenlose Unterkunft).

Hat dich das Leben in Australien verändert?
Ja. Ich habe gemerkt, wie viel mir meine Freunde und meine Familie bedeuten und bin selbstbewusster und offener geworden. Zurück zu Hause schätze ich jetzt mehr die kleinen Dinge im Leben. Es ist schön, jemanden in der Nähe zu haben, der einen in den Arm nimmt, wenn es nötig ist. Außerdem habe ich mich sehr über unser sauberes Badezimmer gefreut. Und es tut gut mal zwei verschiedene Müslisorten zur Auswahl zu haben, wenn man Hunger hat.

Bildergalerie Australien

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