Beruf & Zukunft
Allergien im Beruf
Inhaltsverzeichnis
Was ist eigentlich eine Allergie?
Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Körpers gegen an sich harmlose Stoffe (Allergene) aus der Umwelt, die unser Immunsystem als fremd und fälschlicherweise als gefährlich einstuft. Über 20.000 Allergene wie etwa Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel oder Chemikalien sind mittlerweile bekannt.
Warum unser Körper dagegen Antikörper bildet, weiß man bisher aber nicht. Sicher ist dagegen, dass der Körper dabei auf das Allergen sensibilisiert wird, das heißt, bei jedem neuen Kontakt, reagieren wir auf diesen Stoff allergisch. Eine Allergie kann in jedem Lebensalter auftreten – und sich auch auf andere, bisher gut verträgliche Stoffe ausdehnen.
Es gibt verschiedene Formen von allergischen Erkrankungen, die in so genannte Allergie-Typen unterteilt sind.
Allergie Typ I
Die Soforttyp-Allergie kann zu verschiedenen Krankheitsbildern wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale oder Nesselsucht führen. Bei dieser Allergieform bildet das Immunsystem durch Kontakt mit einem bestimmten Stoff verstärkt den Eiweißstoff „IgE“ im Körper, der die allergische Reaktion sofort auslöst. Das verursachende Allergen kann also in der Regel schon durch eigene Beobachtung nach kurzer Zeit bestimmt werden. Gefährdet sind beispielsweise Bäcker, die auf Mehlstaub allergisch reagieren können.
Allergie Typ II
Bei diesem Allergie-Typ kommt es zu allergischer Reaktion auf Medikamente oder Transfusionen. Im Berufsleben spielt die Allergieform jedoch keine Rolle.
Allergie Typ III
Bei der allergischen Alveolitis bildet das Immunsystem wie beim Allergie-Typ I einen Eiweißstoff auf allergieauslösende Stoffe, der die allergische Reaktion auslöst. Allerdings handelt es sich bei dieser relativ seltenen Allergieform um das Immunglobulin der Klasse G (IgG). Betroffen sind die Lungenbläschen (Alveolen), die in der Folge immer weniger Sauerstoff aufnehmen können, dadurch entsteht Atemnot. Ein Risiko besteht vor allem für Menschen, die in der Landwirtschaft oder mit Tieren arbeiten.
Allergie Typ IV
Die so genannte Spättyp- oder Kontaktallergie führt meist zu juckenden, brennenden Ausschlägen auf der Haut (Ekzeme) und zwar genau dort, wo diese mit dem allergieauslösenden Stoff in Berührung kommt. Das Immunsystem reagiert in diesem Fall jedoch nicht mit Eiweißstoffen, sondern bildet Abwehrzellen. Bekannt ist die Nickel-Allergie, die häufig durch das Tragen von Modeschmuck ausgelöst wird. Die Zahl der Allergene ist bei dieser Allergieform sehr groß, auch im beruflichen Umfeld. Da die Symptome erst nach etwa 48 Stunden auftreten, ist es allerdings meist gar nicht so leicht, das verursachende Allergen zu identifizieren.

